Äthiopien – die Historische Route

Äthiopien im Überblick Christliche Kulturzentren an der Historischen Route Jeweils mehrere Übernachtungen in Axum, Lalibela, Gondar und Bahar Dar Zeitsparende Inlandsflüge Flüge mit Ethiopian Airlines Kleine Gruppe von maximal 20 Personen

Reisenummer 69267

Äthiopien – die Historische Route

  • Äthiopien im Überblick
  • Christliche Kulturzentren an der Historischen Route
  • Jeweils mehrere Übernachtungen in Axum, Lalibela, Gondar und Bahar Dar
  • Zeitsparende Inlandsflüge
  • Flüge mit Ethiopian Airlines
  • Kleine Gruppe von maximal 20 Personen

"Kein Zeuge ist besser als die eigenen Augen." So lautet eine äthiopische Weisheit – und auch Sie werden das afrikanische Land nach dieser Studienreise anders betrachten. Wagen Sie einen Blick in die mystisch-christliche Seele Alt-Äthiopiens: in den Felsenkirchen von Lalibela, vor den Fresken eines der Inselklöster im Tanasee oder im Palast der Königin von Saba, deren Sohn die Bundeslade mit den Tafeln der Zehn Gebote nach Axum gebracht haben soll. Aber lassen Sie sich auch vom modernen Äthiopien überraschen, ob in der schnell wachsenden Hauptstadt, beim Besuch einer visionären Dorfgemeinschaft oder im Gespräch mit Menschen, die voll Hoffnung in die Zukunft blicken! Eines wird klar: An diesem Land kann man sich nicht sattsehen.

MAP Karte

Reiseverlauf

1. Tag: Flug nach Äthiopien

Bahnanreise 1. Klasse zum gewählten Flughafen. Am Abend gemeinsamer Flug mit Ethiopian Airlines von Frankfurt nach Addis Abeba (Nachtflug, nonstop, Flugdauer ca. 7 Std.).

2. Tag: Hallo Afrika, hallo Addis Abeba!

Früh am Morgen landen Sie in der Hauptstadt Addis Abeba (2360 m). Ihr Studiosus-Reiseleiter begrüßt Sie am Flughafen und begleitet Sie ins Hotel. Die Zimmer sind noch nicht fertig, doch können Sie erst einmal entspannt frühstücken, dann geht es los in die Stadt. Nicht alt, aber ehrwürdig: die Dreieinigkeitskathedrale mit dem Grab des Kaisers Haile Selassie. Sehr alt: Vormensch Lucy im Nationalmuseum. In der Millionenstadt wird überall gebaut, neue Bürohäuser schießen wie Pilze aus dem Boden: Addis Abeba möchte bald zu den Topmetropolen Afrikas gehören. Der Nachmittag bleibt frei.

3. Tag: Axum, die antike Hauptstadt

Beim Blick aus dem Fenster auf unserem Flug nach Axum präsentiert sich das äthiopische Hochland von seiner spektakulärsten Seite: endlos scheinende Bergketten, tiefe Schluchten - eine wilde Gebirgsszenerie. In Axum angekommen, streben auch wir wie die Pilger in ihren weißen Gewändern zur Kathedrale St. Maria von Zion. Dort wird seit urdenklichen Zeiten die Bundeslade mit den Tafeln der Zehn Gebote verehrt. Ob wir die Kirche betreten dürfen? Faszinierend: Nicht weit entfernt ragen Granitstelen in den Himmel. Ihr Reiseleiter versucht, einige ihrer Geheimnisse zu enthüllen. Der restliche Nachmittag ist frei. Zwei Übernachtungen in Axum.

4. Tag: Zur Königin von Saba

Seit dem 7. Jahrhundert v. Chr. steht bei Yeha ein rechteckiger Tempel aus glatten Steinmauern, den wir uns genauer ansehen – war das die Residenz der Königin von Saba? In Kooperation mit dem Deutschen Archäologischen Institut und der Studiosus Foundation wird hier ein Museum gebaut, um die Schätze und Fundstücke sicher für die Zukunft aufzubewahren. Unweit davon, in der Kirche Abba Aftse, wurden Bruchstücke eines antiken Steinbockfrieses in die Kirchenwand eingemauert. Auf dem Rückweg passieren wir Adua, die Stadt, bei der die Äthiopier die italienische Invasionsarmee zurückschlugen – Äthiopien geriet als einziges afrikanisches Land niemals dauerhaft unter Kolonialherrschaft. Zurück in Axum haben Sie den Rest des Nachmittags zur freien Verfügung. 120 km.

5. Tag: Von Axum nach Lalibela

Gegen Mittag Flug nach Lalibela (2600 m), dem wichtigsten Wallfahrtsort des Landes mit elf Felsenkirchen (UNESCO-Welterbe). Ihr Reiseleiter verrät Ihnen, wie man es vor fast 900 Jahren schaffte, mit primitivsten Werkzeugen solche Wunderkirchen aus dem rötlichen Tuffstein zu meißeln. Wir besuchen die erste Kirchengruppe und dazu die kreuzförmige St. Georgskirche, die im Nachmittagslicht besonders beeindruckend leuchtet. Die Gläubigen sitzen in sich versunken, und wir fühlen uns ins äthiopische Mittelalter versetzt. Drei Übernachtungen in Lalibela.

6. Tag: Lalibela überrascht – auch mit Kaffee

Wir sind früh auf den Beinen. So können wir die übrigen Felsenkirchen mit ihren Natursteinfassaden und stillen Innenräumen in Ruhe auf uns wirken lassen. Nachmittags besuchen wir eine Schule: Lehrer und Schüler erklären uns, warum Bildung nicht immer gleichbedeutend mit guten Chancen auf dem Arbeitsmarkt ist. Danach Musik und Tanz - stimmungsvolle Begleitung der traditionellen Kaffeezeremonie, die uns unsere Gastgeberinnen nachmittags mit Honigwein zusätzlich versüßen.

7. Tag: Markttag in Lalibela

Von Vogelgezwitscher begleitet, betreten wir die Grottenkirche Neakuto Leab. Blick nach oben: Entdecken Sie das von der Decke tropfende heilige Wasser, das in Steinschalen aufgefangen wird? Nachdem uns der Priester die Schätze seiner Kirche gezeigt hat, wollen wir schnell zurück nach Lalibela. Mit Eseln und zu Fuß kommen die Menschen von weit her, um auf bunten Tüchern Gemüse, Gewänder und Getier feilzubieten – und wir sind mittendrin! Der Nachmittag gehört Ihnen. Wenn Sie eine holprige Fahrt nicht scheuen: Begleiten Sie Ihren Reiseleiter auf einem Ausflug zur Höhlenkirche Yemrehana Krestos (55 €), einem echten Juwel im Bergland.

8. Tag: Auf in die Kaiserstadt Gondar!

Wir starten entspannt in den Tag und fliegen mittags nach Gondar. Nachmittags geht's zum Bad des Fasilides: Die einstige kaiserliche Umkleide steht wie ein Wasserschlösschen samt Brücke in dem historischen Schwimmbecken. Ihr Reiseleiter schildert Ihnen die rituelle Bedeutung des Bades. Nur: Warum hat er Zitronen dabei? Lassen Sie sich überraschen! Drei Übernachtungen in Gondar.

9. Tag: Gestern, heute, morgen - Zeitreise in Gondar

Bis zu seiner Zerstörung im 19. Jahrhundert war Gondar (UNESCO-Kulturerbe) 200 Jahre lang Residenz der äthiopischen Herrscher. In den Palastbauten suchen wir nach Spuren der Kaiserzeit. Zurück in die Zukunft geht es im Kindu Trust: Das Sozialprojekt will Kindern ohne Zuhause eine Heimat geben und ihnen den Schulbesuch ermöglichen. Scheuen Sie sich nicht vor einem Gespräch mit den Verantwortlichen! Am Nachmittag ein Highlight: die Kirche Debre Berhan Selassie mit ihrem Wand- und Deckenschmuck. Ihr Reiseleiter navigiert Sie sicher durch die Geschichten des Alten und Neuen Testaments. Freuen Sie sich auf ein Abendessen in einem traditionellen äthiopischen Restaurant!

10. Tag: Ausflug in die Semienberge

Entspannen, Eindrücke sammeln, Kaffee trinken: Diesen Tag in Gondar gestalten Sie nach Ihrem Geschmack. Wer mehr vom Land sehen möchte, begleitet den Reiseleiter auf einem Ausflug (45 €) in die Semienberge (3500 m, UNESCO-Welterbe): eine grandiose Berglandschaft mit traumhaften Panoramen, zerzauste Blutbrustpaviane – und on top ein Picknick auf dem Dach Afrikas. 240 km.

11. Tag: Awra Amba – eine äthiopische Utopie

Auf unserer Fahrt um den Tanasee herum nach Bahar Dar schauen wir im Musterdorf Awra Amba vorbei, in dem rund 500 Bewohner für äthiopische Verhältnisse sehr ungewöhnlich leben: Frauen und Männer sind gleichberechtigt, wirtschaften gemeinschaftlich in die gleiche Kasse, Religion spielt keine Rolle. All unsere Fragen beantwortet eine der Projektleiterinnen. 190 km. Der spätere Nachmittag bleibt frei. Zwei Übernachtungen in Bahar Dar in einem Hotel am Tanasee.

12. Tag: Ein Kloster im Tanasee

Knapp siebenmal so groß wie der Bodensee ist der Tanasee mit seinen vielen Klosterinseln, spirituelle Zentren des äthiopischen Christentums. Per Boot geht es vormittags zum Kloster Ura Kidane Mehret. Die lebhaft-naiven Fresken im Inneren der Kirche: eine Augenweide! Hat die Mittagshitze nachgelassen, pilgern wir weiter – zum Markt in Bar Dahar, einem einzigartigen Spektakel. Was hier nicht alles den Besitzer wechselt: Honig, Tiere und Schuluniformen ... Der Rest des Nachmittags bleibt frei.

13. Tag: Die Wasserfälle des Nils

"Wasser, das raucht" bedeutet der Name Tisisat: Auf einer Breite von 400 m stürzt der Blaue Nil, umgeben von einer Gischtwolke, 42 m in die Tiefe – sofern das Wasser nicht für die Turbinen des nahen Kraftwerks benötigt wird. Hier im Hochland Äthiopiens sammeln sich die Wassermassen, die alljährlich für reiche Ernten in Ägypten sorgen. Ihr Reiseleiter weiß einiges über den Streit um das für den Sudan und Ägypten so lebensnotwendige Nilwasser - fragen Sie ihn, dann sprudelt er los. 60 km. Nach dem Abschiedsmittagessen in Bahar Dar fahren wir zum Flughafen, fliegen nach Addis Abeba und gegen Mitternacht mit Ethiopian Airlines weiter nach Frankfurt (nonstop).

14. Tag: Rückkehr aus Äthiopien

Am frühen Morgen Ankunft in Frankfurt mit Anschluss zu den anderen Orten.

Leistungen

Im Reisepreis enthalten

  • Bahnreise zum/vom Abflugsort in der 1. Klasse von jedem Bahnhof in Deutschland und Österreich
  • Linienflug (Economy) mit Ethiopian Airlines von Frankfurt nach Addis Abeba und zurück; bei diesen und weiteren verfügbaren Flugverbindungen Aufpreis möglich
  • Inlandsflüge (Economy) mit Ethiopian Airlines lt. Reiseverlauf
  • Flug-/Sicherheitsgebühren (ca. 100 €)
  • Transfers, Rundfahrten und Ausflüge in landesüblichen Bussen und Kleinbussen
  • 11 Übernachtungen, teilweise einfache Hotels und Unterkünfte
  • Doppelzimmer, in der Regel mit Bad oder Dusche und WC
  • Halbpension (Frühstück, 10 Abendessen im Hotel, ein Abendessen und ein Mittagessen in einem guten Restaurant)

bei Studiosus außerdem inklusive

  • Speziell qualifizierte Studiosus-Reiseleitung
  • Eine Kaffeezeremonie
  • Bootsfahrt auf dem Tanasee
  • Eintrittsgelder (ca. 200 €)
  • Visagebühren und Visabeantragung (ca. 55 €)
  • Trinkgelder im Hotel
  • Infopaket und Reiseliteratur (ca. 30 €)
  • Klimaneutrale Bus-, Bahn- und Bootsfahrten durch CO2-Ausgleich

Sicher reisen!

Die äthiopische Regierung treibt die Modernisierung des Landes und den Ausbau der Wirtschaft energisch voran, gelegentlich auch gegen den Widerstand der lokalen Bevölkerung. In den letzten Jahren kam es deshalb in verschiedenen Landesteilen immer wieder einmal zu Auseinandersetzungen, teilweise auch gewaltsamen, die von den Sicherheitskräften rücksichtslos unterbunden wurden. Gegen Touristen richteten sich die Protestaktionen aber in keinem Fall. Deshalb sieht das deutsche Auswärtige Amt derzeit auch keinen Grund, von Reisen auf den touristischen Hauptrouten abzuraten. Randgebiete, in denen die Sicherheitslage kritisch ist, werden von Studiosus nicht angeboten.

Ein offenes Wort

Äthiopienreisen sind trotz unverkennbarer Fortschritte im Bau von Straßen und Hotels anstrengend. Nach wie vor sind einige Reisetage recht lang, Klima und Höhenluft ungewohnt, die Speisen für manchen Reisegast gewöhnungsbedürftig. Die Hotels bieten zwar einen annehmbaren Komfort zum Übernachten, aber viel mehr auch nicht. Gästen im Pensionsalter können wir deshalb Äthiopienreisen nur dann empfehlen, wenn sie sich guter Gesundheit und Fitness erfreuen.

Flüge

Sie fliegen mit Ethiopian Airlines von Frankfurt nonstop nach Addis Abeba. Die äthiopische Fluggesellschaft gilt als gut geführt und ist wie die Lufthansa Mitglied des renommierten Airline-Verbunds Star Alliance. Auf der Strecke von Frankfurt nach Addis Abeba werden modernste Flugzeuge eingesetzt, u.a. der neue Airbus A 350. Auch die Inlandsflotte wurde vor einigen Jahren durch die Anschaffung vom modernen kanadischen Flugzeugen des Typs Dash 8 komplett erneuert. Seither funktioniert der Flugverkehr innerhalb Äthiopiens zuverlässig und wird stetig ausgebaut.

Unterwegs in Äthiopien

Für Transfers, Stadtrundfahrten, Ausflüge sowie die Strecke von Gondar nach Bahar Dar werden in Äthiopien robuste Busse und Kleinbusse chinesischer oder japanischer Fabrikation genutzt. Sie sind den Straßenverhältnissen angepasst, weisen aber einen deutlich geringeren Komfort als in Europa eingesetzte Reisebusse. Da wir die wesentlichen Überlandstrecken bei dieser Reise mit dem Flugzeug zurücklegen, sind die Fahrten im Bus an den meisten Tagen nur kurz.

Hotels

Nur in der Hauptstadt Addis Abeba gibt es Hotels mit internationalem Standard. In den Provinzstädten wurden in den letzten Jahren viele neue Hotels gebaut und manche ältere Häuser modernisiert, sodass mittlerweile an vielen Orten annehmbare Unterkünfte existieren. Sie müssen sich jedoch auf einen einfachen Standard und gewisse Einschränkungen einstellen. Denn auch bei neueren Häusern treten bauliche Mängel auf, die zurückzuführen sind auf billige Baumaterialien aus China und einen Mangel an qualifizierten Handwerkern. Immer haben die Zimmer Dusche und WC, doch müssen Sie sich auf einen zeitweiligen Ausfall der Wasser- und Stromversorgung einstellen. Auch entsprechen die hygienischen Zustände der Zimmer und sanitären Einrichtungen gelegentlich nicht unseren Erwartungen. Wer nach Äthiopien reist, sollte darüber nicht klagen. Wir buchen die Hotelunterkünfte lange im Voraus, jedoch kann es immer wieder zu Änderungen kommen, manchmal auch kurzfristig. Denn vor allem in den gefragten Monaten November bis Februar reicht die Zahl der verfügbaren Zimmer nicht immer aus, der wachsenden Nachfrage zu entsprechen.

Guten Appetit!

Wir haben für Sie Halbpension gebucht, d.h. Frühstück und Abendessen. Mittags stoppen wir oft an einem einheimischen Restaurant oder wir empfehlen, ein Lunchpaket mitzunehmen. Probieren Sie doch neben den europäischen Gerichten in den Hotels auch einmal äthiopische Speisen! Das Nationalgericht Injera, ein leicht säuerlicher Fladen aus feiner Hirse, wird mit Gemüse, Fleisch, Frischkäse und verschiedenen, meist gut gewürzten und oft scharfen Saucen gegessen. Wir wollen freilich nicht verhehlen, dass die äthiopische Küche einiger Gewöhnung bedarf und keine große Abwechslung bietet. Das Frühstück ist in äthiopischen Hotels nach Landessitte bescheiden.

Ein angenehmes Klima

Die Regenzeit hält im Hochland von Äthiopien von Juni bis Anfang September an. Unsere Reisen finden ausschließlich in den trockeneren Jahreszeiten statt. Meist befinden wir uns in einer Höhe um 2000 m und höher, in der das Klima trotz tropischer Breiten für Europäer gut verträglich ist. In Addis Abeba besitzen die meisten Hotels keine Klimaanlage, da sie aufgrund der klimatischen Verhältnisse schlichtweg nicht notwendig ist. Da sich die Reise ständig im Hochland aufhält (Addis Abeba 2400 m, Lalibela 2600 m) und der Ausflug ins Semiengebirge auf 3300 m Meereshöhe führt, empfehlen wir höhenempfindlichen Personen, sich vor Reisebeginn mit ihrem Hausarzt zu beraten.

Reisepapiere und Impfungen

Für eine Reise nach Äthiopien ist ein Visum erforderlich, das Studiosus für Sie etwa fünf Wochen vor Reisebeginn als elektronisches Visum beantragt. Mit diesem Service wollen wir Ihnen eine bequemere Einreise ermöglichen. Bei kurzfristigen Buchungen ist es jedoch auch möglich, das Visum erst bei der Einreise auf dem Flughafen in Addis Abeba zu beantragen (Kosten ca. 55 EUR, Stand Juni 2018). Die Details erfahren Sie in den Reiseinformationen, die Sie nach Ihrer Buchung erhalten.

Keine Impfungen vorgeschrieben, bei Buchung von Verlängerungsprogrammen in Ostafrika Gelbfieberimpfung erforderlich.

Was gehört unbedingt in den Koffer?

- Taschenlampe mit Ersatzbirne und -batterien

- Staubschutz für Gesicht und Haare (Kopftuch oder Turban)

- Regenschutz (da es auch außerhalb der Regenzeit regnen kann)

- Insektenschutzmittel (bewährt haben sich „No-Bite“ und „Anti-Brumm“)

- Einmalwaschlappen (falls Wasserversorgung zeitweise unterbrochen)

- Handtuch

- Feuchtigkeits- oder Desinfektionstücher

- Badeschuhe (aus hyg. Gründen)

- Leinenschlafsack (aus hyg. Gründen)

- Taschenmesser (nicht im Handgepäck mitnehmen!)

- Sonnenschutzmittel (in Äthiopien so gut wie nicht erhältlich)

Einreisebestimmungen

Für die Einreise nach Äthiopien benötigen EU-Bürger und Schweizer ein elektronisches Visum. Das Visum wird als Einzelvisum von Studiosus Reisen beantragt und wird Ihnen bei den Reiseunterlagen in Form eines Ausdruckes beigelegt.
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Visabeantragung durch Studiosus möglich für: EU-Bürger und Schweizer
erforderliches Reisedokument: Reisepass
Mindestgültigkeit: 6 Monate über das Reiseende
Einsendefrist bei Studiosus: 5 Wochen vor Reisebeginn
einzusendende Unterlagen:
- gut lesbare Kopie Ihres Reisepasses (Seite mit Passbild)
- 1 biometrisches Passbild (farbig, 3,5cm x 4,5cm)
- Fragebogen 'Wichtige Angaben zu Ihrer Person'
Bei verspätet eingehenden Anträgen kann es zu Problemen hinsichtlich der rechtzeitigen Erteilung des Visums kommen.
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Passbilder: Konsulate legen großen Wert auf gute Qualität der Passfotos. Sollten Sie Ihr Passfoto selbst ausdrucken, nehmen Sie bitte Fotopapier und achten Sie auf sehr gute Druckqualität. Um die Visumerteilung nicht zu verzögern, empfehlen wir Ihnen, auf selbst ausgedruckte Fotos zu verzichten.
Haben Sie eine Nationalität, die nicht für das elektronische Visum zugelassen ist, dann können wir das Visum für Sie nicht beantragen. Wir bitten Sie, sich ggf. bei Ihrem Reiseberater oder beim zuständigen Konsulat zu erkundigen. Eventuell anfallende Visagebühren sind im Reisepreis nicht enthalten.
Verständigen Sie uns bitte rechtzeitig, falls Sie Ihr Visum selbst beantragen. Die kalkulierten Visagebühren schreiben wir Ihnen gut. Ihre Visumunterlagen senden Sie in diesem Fall an die für Sie zuständige Botschaft.
Senden Sie uns bitte Ihre Passdaten dennoch zu, auch wenn Sie Ihr Visum selbst besorgen, da wir diese zur Erstellung einer Passliste benötigen.
Verlängerung auf Sansibar: Wenn Sie eines der Verlängerungsprogramme gebucht haben, beträgt die Einsendefrist bei Studiosus 7 Wochen vor Reisebeginn.

Recht auf kostenlose Umbuchung bis vier Wochen vor Abreise

Damit Sie Ihre Reiseentscheidung frei von wirtschaftlichen Überlegungen treffen können, bieten wir Ihnen - in Erweiterung unserer Allgemeinen Reisebedingungen - bei Reisen nach Äthiopien das Recht, Ihre Reise bis vier Wochen vor Reisebeginn kostenfrei auf einen späteren Reisetermin oder ein anderes Reiseziel umzubuchen.
Sehr geehrter Reisegast,

Sicherheit auf Reisen ist ein wichtiges Thema, das wir als Reiseveranstalter sehr ernst nehmen. Wir betrachten es als unsere Pflicht, Sie über die derzeitige Sicherheitslage in Äthiopien zu informieren und übersenden Ihnen daher zusammen mit diesem Schreiben den aktuellen Sicherheitshinweis des deutschen Auswärtigen Amtes zu Äthiopien. Die Sicherheitshinweise des österreichischen Außenministeriums und des Eidgenössischen Departments für Auswärtige Angelegenheiten (EDA) finden Sie im Internet unter www.bmaa.gv.at bzw. unter www.eda.admin.ch
Die äthiopische Regierung treibt die Modernisierung des Landes und den Ausbau der Wirtschaft energisch voran, gelegentlich auch gegen den Widerstand der lokalen Bevölkerung. In den letzten Jahren kam es deshalb in verschiedenen Landesteilen immer wieder einmal zu Auseinandersetzungen, teilweise auch gewaltsamen, die von Sicherheitskräften rücksichtslos unterbunden wurden. Gegen Touristen richteten sich die Protestaktionen aber in keinem Fall. Deshalb sieht das deutsche Auswärtig Amt derzeit auch keinen Grund, von Reisen auf den touristischen Hauptrouten abzuraten. Randgebiete, in denen die Sicherheitslage kritisch ist, werden von Studiosus nicht angeboten. Dies gilt für die Grenzgebiete zu Somalia, Eritrea, Sudan und Südsudan, für die Städte Dire Dawa und Harrar und die östlich davon gelegenen Gebiete sowie für die Danakilsenke in der nördlichen Afar-Region.
Neben dem allgemeinen Hinweis, politische Demonstrationen und Kundgebungen zu meiden, halten wir eine besondere Vorsicht in der Hauptstadt Addis Abeba für angebracht. Als Vorsichtsmaßnahme werden wir deshalb in Addis Abeba auf den Besuch des Marktviertels Mercato verzichten und bei unseren Rundfahrten nicht in der Nähe von Regierungsgebäuden halten.
In ganz Äthiopien haben wir unsere Tagesetappen so geplant, dass Fahrten nach Einbruch der Dunkelheit vermieden werden. Zudem fordern wir unsere Reiseleiter zu erhöhter Wachsamkeit auf. Im Interesse Ihrer Sicherheit bitten wir Sie, die Ratschläge zu beachten, die Ihnen Ihr Reiseleiter zu Beginn der Reise gibt.
Unsere Erfahrung zeigt, dass umsichtiges Verhalten Ihrerseits und eine gut geplante und in Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Partner organisierte Reise größtmögliche Sicherheit bietet. Sie dürfen davon ausgehen, dass Ihre Reise zu den Hauptsehenswürdigkeiten des Landes weitgehend problemlos verlaufen wird.
Selbstverständlich beobachten wir zusammen mit unseren Partnern vor Ort die Situation im Land sehr aufmerksam. Sollte sich unsere Einschätzung oder die des Auswärtigen Amtes bis zu Ihrer Abreise ändern, werden wir Sie umgehend informieren. Auf keinen Fall werden wir Sie einer absehbaren Gefahr aussetzen, Sicherheit steht bei uns immer an erster Stelle.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Studiosus-Team
Stand: 16. Januar 2019

Sicherheitshinweis

Äthiopien
Aktuelle Hinweise
Im Grenzgebiet der Oromo- und Somali-Regionen kommt es schon seit Anfang 2017 verstärkt zu gewaltsamen und teilweise tödlichen Zusammenstößen beider Volksgruppen. Betroffen sind vor allem die Gebiete Moyale, Guji, Bale, Borena, Hararghe und West Guji. In Moyale sind aufgrund ethnisch motivierter Auseinandersetzungen seit dem 10. Dezember 2018 zahlreiche Todesopfer zu beklagen. In Jijiga gab es Anfang August 2018 Schießereien zwischen lokalen und nationalen Sicherheitskräften sowie Plünderungen und Gewalt durch Jugendgruppen. Auch Dhegahbur ist von dem Gewaltausbruch betroffen. Im Dezember 2018 kam es zudem im Gebiet West-Oromia (East and West Wellega) und Benishangul Gumuz zu Auseinandersetzungen einzelner Bevölkerungsgruppen und den Sicherheitskräften. Die Strecke von Asossa nach Nekemte war ebenfalls betroffen.
Reisenden wird empfohlen, diese Gebiete zu meiden. In anderen Städten der Somali-Region sowie umliegenden Gebieten wie Dire Dawa oder Harar sind Reisende zu besonderer Vorsicht aufgerufen.
Ebenfalls rund um Moyale, im Grenzgebiet zu Kenia, gibt es immer wieder gewaltsame Zusammenstöße.
Reisenden wird geraten, Demonstration und größere Menschenansammlungen zu meiden, Reiserouten bzw. den Aufenthaltsort entsprechend anzupassen und Anweisungen von Sicherheitskräften Folge zu leisten.
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Terrorismus
In den vergangenen Jahren gab es vereinzelte Bombenanschläge bzw. Anschlagsversuche in Äthiopien, wie im Januar 2017 vor einem Hotel in Bahis Dar und im April 2017 in Gondar. In Addis Abeba und im Land verstreut werden regelmäßig Waffenlager und –transporte durch die Sicherheitsbehörden festgestellt.
Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Äthiopien auch zukünftig Ziel von Anschlägen sein wird. Dies gilt auch angesichts des militärischen Engagements Äthiopiens in Somalia v. a. im Hinblick auf die dortige Terrororganisation al-Shabaab, die regelmäßig Drohungen gegen in Somalia engagierte Länder ausstößt. Auch der Standort Addis Abeba, als Sitz der Afrikanischen Union (AU), erhöht die Attraktivität für mögliche Terroranschläge. Die äthiopische Regierung warnt vor Aktivitäten al-Shabaabs in Äthiopien.
Es wird daher zu erhöhter Vorsicht, insbesondere in der Nähe westlicher Einrichtungen und touristischer Reiseziele, geraten. Dies gilt auch für größere Hotels. Dabei sollte auf verdächtige Personen und herrenlose Gepäckstücke wie z. B. Taschen, Pakete oder Textilbündel, geachtet werden. Vorsicht ist auch bei der Teilnahme an Großveranstaltungen angeraten. Das eigene Verhalten sollte möglichst unauffällig sein. Größere Menschenansammlungen sollten gemieden werden.
Innenpolitische Lage
Der im Februar 2018 ausgerufene Notstand wurde am 5. Juni 2018 vorzeitig beendet. Der Ausrufung des Notstands waren Massendemonstrationen, gewalttätige Streiks, Straßenblockaden und teils gewaltsame Proteste gegen die äthiopische Regierung, überwiegend in der Region Oromia und auf den Hauptstraßen in der Umgebung von Addis Abeba, vorausgegangen. In den Randgebieten des Landes kommt es aber immer wieder zu Zwischenfällen.
Reisende sollten Demonstrationen und Menschenansammlungen stets meiden und den Anweisungen von Sicherheitskräften Folge leisten.
Grenzgebiet zu Eritrea
Von eigenständigen Reisen ohne Begleitung durch äthiopische Sicherheitskräfte in die Danakil-Wüste und die nördliche Afar-Region wird abgeraten.
Bei Fahrten in das direkte Grenzgebiet zu Eritrea und in die Danakilsenke in Nord-Afar können gewalttätige Überfälle durch Banditen und örtliche Untergrundorganisationen sowie Entführungen nicht ausgeschlossen werden. Zuletzt wurde Anfang Dezember 2017 am Rande des Ertale-Vulkans in der Danakil-Wüste ein deutscher Staatsangehöriger getötet.
Es wird davon abgeraten, die Straße Eli Dar Richtung Assab zu befahren. Bei unbedingt erforderlichen Fahrten sollten die örtlichen Behörden informiert und um entsprechende Schutzmaßnahmen gebeten werden. Die politische Beilegung des Grenzkonflikts zwischen Äthiopien und Eritrea sowie die Öffnung der Grenze im September 2018 hat an den Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige (u.a. Drittstaater) nach Eritrea nichts geändert. Die Einreise ist von Äthiopien kommend weiterhin nur auf dem Luftweg nach Asmara möglich und nicht auf dem Landweg.
Grenzgebiet zu Somalia
Von Reisen in die Somali-Region südlich und östlich von Harar und Jijiga wird abgeraten. Der bewaffnete Konflikt zwischen äthiopischen Streitkräften und Teilen der ONLF, der Zustrom somalischer Flüchtlinge sowie mögliche Infiltrationsversuche islamischer Fundamentalisten stellen erhebliche Risikofaktoren dar. Insbesondere besteht die Gefahr von Entführungen. In der gesamten Somali Region (Ogaden) besteht abseits der Hauptverkehrsstraßen eine erhebliche Minengefahr. Es kommt auch grenzüberschreitend zu größeren Truppenbewegungen.
Reisen in das Grenzgebiet zu Somalia sollten aufgrund möglicher –auch grenzüberschreitender- Militäraktionen gegen Al-Shabaab-Kämpfer nur in enger Abstimmung mit den äthiopischen Behörden unternommen werden.
Grenzgebiet zu Sudan und Südsudan
Von nicht notwendigen Reisen in die Region Benishangul-Gumez wird abgeraten. Die Lage in Sudan, insbesondere mit möglichen Flüchtlingsbewegungen in Richtung Äthiopien, ist wegen nicht auszuschließender Zwischenfälle und Übergriffe unwägbar. Auch in der Gambella-Region kam es immer wieder zu sicherheitsrelevanten Zwischenfällen. DieLage ist trotz hoher Präsenz von Regierungstruppen und Sicherheitskräften angespannt. Von nicht notwendigen Reisen in die Region wird dennoch abgeraten.
Bei unbedingt erforderlichen Fahrten in diese Region wird deshalb zu stark erhöhter Vorsicht geraten. Dies gilt aufgrund der zunehmend angespannten Sicherheitslage auch für die amharische Grenzregion zu Sudan.
Das Grenzgebiet zu Südsudan sollte gemieden werden.
Grenzgebiet zu Kenia
Von nicht unbedingt notwendigen Reisen in das unmittelbare Grenzgebiet zu Kenia wird abgeraten. Das Risiko von Entführungen an der somalisch-kenianischen Grenze, die ggf. auch ausstrahlen können, ist weiterhin hoch. Es bestehen Unsicherheitsfaktoren im Zusammenhang mit grenzüberschreitenden Stammesauseinandersetzungen.
Bei unabdingbaren Reisen wird zu stark erhöhter Vorsicht geraten und empfohlen, sich unmittelbar vor Reiseantritt bei den örtlichen Behörden über die aktuelle Sicherheitslage zu informieren. Minengefahr besteht abseits der Hauptverkehrsstraßen ferner in der erweiterten Grenzregion zu Kenia (Borana-Region). Rund um den Grenzübergang Moyale kam es mehrfach, zuletzt Mitte Dezember 2018, zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen den Volksgruppen der Somali- und Oromia Region sowie den Sicherheitskräften, bei denen zahlreiche Todesopfer zu beklagen waren.
Oromo-und Amhara-Regionen
In den Oromo-und Amhara-Regionen kommt es seit der Wahl des neuen Premierministers zunehmend zu teils gewalttätigen Demonstrationen und Protestaktionen. Reisende sollten besonders vorsichtig sein, Menschenansammlungen meiden und sich tagesaktuell über die Sicherheitslage informieren.
Süd-Omo-Zone
Bei Reisen in der Süd-Omo-Zone, insbesondere abseits der touristischen Routen, wird dringend empfohlen, sich unmittelbar vor Reiseantritt bei den örtlichen Behörden über die aktuelle Sicherheitslage zu informieren.
Aufgrund eines bewaffneten Überfalls auf eine europäische Reisegruppe im November 2016 wird empfohlen, Reisen im Gebiet nördlich des Omo-Nationalparks nur mit professionellen Reiseveranstaltern in Begleitung von äthiopischen Sicherheitskräften zu unternehmen. Von Individualreisen in der Region wird abgeraten.
Kriminalität
Überfälle, auch auf ausländische Touristen, können nicht ausgeschlossen werden.
In Addis Abeba kommt es regelmäßig zu Taschendiebstählen und gelegentlich auch zu Raubüberfällen auf Passanten. Erhöhte Aufmerksamkeit, insbesondere nach Einbruch der Dunkelheit, ist geboten. Auch in anderen Städten und im Ländlichen kann es zu solchen Straftaten kommen. Zusätzlich kam es gelegentlich zu gewaltsamen Übergriffen nach Meinungsverschiedenheiten und Missverständnissen.
Reisende sollten zudem stets mehrere Kopien ihres Reisepasses mitführen. Jeder Vermieter von Wohnraum und Autovermieter müssen den Behörden Daten ihrer Mieter bzw. Kunden zur Verfügung stellen.
Krisenvorsorgeliste
Deutschen Staatsangehörigen wird empfohlen, sich in der Krisenvorsorgeliste einzutragen, um im Notfall eine schnelle Kontaktaufnahme zu ermöglichen.
Weltweiter Sicherheitshinweis
Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.
Stand: 16. Januar 2019

Haftungsausschluss

Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Diese kann Ihnen vom Auswärtigen Amt nicht abgenommen werden. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird im Zweifelsfall empfohlen.
Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen in Rechnung gestellt werden. Dies sieht das Konsulargesetz vor.
Auswärtiges Amt
Bürgerservice
Arbeitseinheit 040
D-11013 Berlin
Tel.: (030) 5000-2000
Fax: (030) 5000-51000

Gesundheitshinweise

Im folgenden Text zitieren wir die medizinischen Hinweise des deutschen Auswärtigen Amtes, die Sie auch im Internet unter www.diplo.de/gesuenderreisen finden können.
Falls Sie Fragen zu prophylaktischen Maßnahmen zum Schutz Ihrer Gesundheit auf der Reise haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Hausarzt oder an einen Reisemediziner in Ihrer Nähe.

Hinweise des Auswärtigen Amtes zu seinen medizinischen Reiseinformationen

Bitte beachten Sie, dass das Auswärtige Amt keine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen übernehmen kann.
Die Angaben sind gemäß Auswärtigem Amt:
- Information medizinisch Vorgebildeter. Sie ersetzen nicht die Konsultation des Arztes
- auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbesondere bei längeren
Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern
und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten
- immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine
vorherige medizinische Beratung durch einen Arzt/Tropenmediziner ist zu empfehlen
- trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle
medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer aktuell sein

Äthiopien

Aktuelle medizinische Hinweise:
Gelbfieber
Zwischen August und Oktober 2018 sind im Südwesten des Landes (Wolaita Zone, Offa Woreda District) insgesamt ca. 35 Verdachtsfälle von Gelbfieber registriert worden, von denen einige auch laborchemisch bestätigt wurden. Berichtet wird von ca. 10 Todesfällen. Eine Massenimpfkampagne mit Unterstützung der WHO wurde bereits Mitte Oktober initiiert. Seitdem wurden keine neuen Fälle mehr beobachtet. Die Region ist touristisch wenig besucht und liegt in einer Unruheregion. Das Risiko für Reisende ist daher weiterhin als gering anzusehen; die unten angeführten Impfempfehlungen sollten aber beachtet und Moskitoschutzmaßnahmen durchgeführt werden (s.u.).
Impfschutz
Bei der direkten Einreise aus Deutschland sind Pflichtimpfungen nicht vorgesehen, bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (z.B. Nachbarländer) ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich (ausgenommen Kinder unter 1 Jahr).
Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen (siehe www.rki.de)
Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggfs. auch gegen Polio (Kinderlähmung), Mumps, Masern Röteln (MMR), Influenza und Pneumokokken.
Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A und Gelbfieber, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch die Impfungen gegen Hepatitis B, Meningokokken-Krankheit (ACWY), Typhus und Tollwut empfohlen
Tollwutimmunglobulin ist im Land nicht sicher verfügbar.
Dengue-Fieber
Dengue wird landesweit durch tagaktive Mücken übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gliederschmerzen einher und betrifft zunehmend auch Reisende.
In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern der Lokalbevölkerung zum Teil schwerwiegende Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge auf. Diese sind jedoch bei Reisenden insgesamt extrem selten.
Da es derzeit weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie gegen Dengue gibt, besteht die einzige Möglichkeit zur Vermeidung dieser Virusinfektion in der konsequenten Anwendung persönlicher Schutzmaßnahmen zur Minimierung von Mückenstichen (s.u.).
Malaria
Malaria (> 85% Malaria tropica) ist endemisch. Kein bzw. nur ein geringes Risiko besteht in Addis Abeba und Höhenlagen über 2.000 m. In allen anderen Landesteilen besteht ein ganzjähriges relevantes, teilweise hohes Übertragungsrisiko.
Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist eine schnelle Vorstellung beim Arzt mit dem Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Je nach Reiseprofil ist deshalb neben der immer notwendigen Expositionsprophylaxe eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) sinnvoll.
Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Atovaquon/Proguanil, Doxycyclin, Mefloquin) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden. Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats ist zu empfehlen.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen:
-körperbedeckende helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
-tagsüber (Dengue) falls zutreffend und in den Abendstunden und nachts (Malaria) Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
-ggf. unter einem imprägnierten Moskitonetz zu schlafen
Siehe dazu auch das Merkblatt Expositionsprophylaxe.
HIV / AIDS
Die Prävalenz von HIV beträgt in Addis Abeba wahrscheinlich deutlich unter 10 %, im Land deutlich weniger. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Jedes Jahr werden Fälle von akuter wässriger Diarrhö und Cholera gemeldet, teilweise auch im Rahmen größerer Ausbrüche. Beide Erkrankungen sind in Äthiopien endemisch.
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Cholera vermeiden. Wenn Sie Ihre Gesundheit während Ihres Aufenthaltes nicht gefährden wollen, dann beachten Sie folgende grundlegende Hinweise: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser mit Kohlensäure, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes und abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen wo möglich Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmitteln gilt: Kochen oder selber Schälen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen, ggf. Einmalhandtücher verwenden.
Eine Impfung ist für Reisende im Normalfall nicht notwendig.
Weitere Infektionskrankheiten:
Meningokokken-Krankheit (unter anderem Hirnhautentzündung)
wird hauptsächlich in den Monaten Dezember bis Mai (Trockenzeit) übertragen und tritt vorwiegend im Westen und Süden des Landes auf. Entsprechend der Reiseart und -zeit kann eine Impfung (Kombinationsimpfstoff gegen die vier Meningokokken-Typen ACWY) indiziert sein.
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Bilharziose wird beim Baden, Waten oder anderen Freizeitaktivitäten im oder am Süßwasser durch das Eindringen der Wurmlarven durch die intakte Haut übertragen. Vom Baden in Süßwassergewässern sollte daher in ganz Äthiopien konsequent abgesehen werden (Flüsse und Seen, insbesondere auch Omo River).
Gifttiere
In allen tropischen und vielen subtropischen Ländern kommen eine Reihe teilweise gefährlicher Giftschlangen vor, deren Biss schwere Körperschäden (auch den Tod) bewirken kann. Viele Schlangen sind nachtaktiv, daher nachts möglichst nicht im Freien umherlaufen. Nicht in Erdlöcher oder -spalten, unter Steine bzw. Reisig, Zweige und ähnlich unübersichtliches Material greifen. Auch kommen einige recht giftige Spinnen- und Skorpionarten, daneben auch andere Tiere mit potentiell starker Giftwirkung (z. B. bestimmte auffällig gefärbte Schmetterlingsraupen, Hundertfüßler) vor. Wie üblich in den Tropen gilt: Vorsicht, wohin man greift, wohin man tritt und wohin man sich setzt oder legt. Vor Benutzung von Bettdecken und -laken, Kleidungsstücken, Schuhwerk, Kopfbedeckungen evtl. vorhandene giftige „Untermieter“ durch sorgfältiges Ausschütteln entfernen.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist selbst in Addis Abeba mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und/oder hygienisch hoch problematisch. Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete Englisch bzw. Französisch sprechende Ärzte. Eine zeitgemäße Notfallversorgung bei z.B. Herzinfarkten oder Schlaganfällen ist häufig nicht vorhanden. Insbesondere bei bekannten Vorerkrankungen sollten Reisen nach Äthiopien auch wegen der Belastungen wie durch die Höhenlage sorgfältig abgewogen werden.
Ein ausreichender Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen. Bei einer Evakuierung aus medizinischen Gründen (Rettungsflug) ist mit Verzögerungen aufgrund erheblicher bürokratischer Hemmnisse zu rechnen. Über Flying Doctors (MAISHA) lässt sich eine lokale, ergänzend sinnvolle Evakuierungsversicherung nach Nairobi abschließen.
(unverändert gültig seit 16. Januar 2019)

Gelbfieberimpfung

Gemäß den Informationen des Auswärtigen Amts wird eine Gelbfieberimpfung für alle Reisenden nach Äthiopien empfohlen.
Für Gäste, die eine Verlängerung auf Sansibar gebucht haben, ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung vorgeschrieben.
Eine Gelbfieberimpfung muss bis spätestens 10 Tage vor Reisebeginn erfolgen. Die Gelbfieberimpfung ist in der Regel gut verträglich und wird von hierfür speziell zugelassenen Impfstellen (Tropeninstitute, viele Gesundheitsämter, einige Arztpraxen) angeboten. Wo sich die für Sie nächst gelegene Impfstelle befindet, erfahren Sie bei Ihrem zuständigen Gesundheitsamt.
Bitte sprechen Sie trotzdem in jedem Fall vor einer Impfung die Frage der persönlichen Impf-Verträglichkeit mit Ihrem Impfarzt ab. Dies gilt insbesondere bei bestimmten Vorerkrankungen und für Personen ab dem 60. Lebensjahr, die bisher noch keine Gelbfieber-Impfung erhalten haben.
Wenn Sie eine Verlängerung auf Sansibar gebucht haben, lassen Sie sich im Fall einer Impfunverträglichkeit bitte von Ihrem Arzt einen Stempel in den Impfpass geben, der die Unverträglichkeit belegt. Bitte führen Sie auch in diesem Fall den Impfpass während der Reise mit sich.

Insektenschutzmittel

Weite Teile Äthiopiens sind wirtschaftlich noch sehr zurückgeblieben und ein großflächiger Einsatz von Insektenschutzmitteln ist unbekannt. Die Insektenfauna ist deshalb vielerorts sehr vielfältig: Läuse, Wanzen, Flöhe, Mücken, Fliegen jeglicher Art sind in Äthiopien noch alltäglich. Bitte stellen Sie sich auf diese Gegebenheiten ein und nehmen Sie ausreichend Abwehrmittel gegen Insekten mit auf die Reise. Vor Ort sind sie kaum erhältlich. Mit entsprechenden Mitteln können Sie sich nicht nur gegen Unannehmlichkeiten schützen, sondern tun damit auch aktiv etwas zur Vermeidung von Infektionen.

Hinweise

Barrierefreiheit: Unsere Reisen sind für Menschen mit eingeschränkter Mobilität und anderen Behinderungen im Allgemeinen nicht geeignet. Ob diese Reise dennoch Ihren individuellen Bedürfnissen entspricht, erfragen Sie bitte bei uns.

Veranstalter: Studiosus Reisen München GmbH, Riesstraße 25, 80992 München

Termine

Äthiopien – die Historische Route

Teilnehmer: min. max. Dauer: 14 Tage

17.10.2020Samstag, 17. Oktober 2020 - Freitag, 30. Oktober 2020
14 Tage / 13 Nächte

 

auf Anfrage Teilnehmer: min. max. Dauer: 14 Tage

17.10.2020Samstag, 17. Oktober 2020 - Freitag, 30. Oktober 2020
14 Tage / 13 Nächte

 

Teilnehmer: min. max. Dauer: 14 Tage

31.10.2020Samstag, 31. Oktober 2020 - Freitag, 13. November 2020
14 Tage / 13 Nächte

 

auf Anfrage Teilnehmer: min. max. Dauer: 14 Tage

31.10.2020Samstag, 31. Oktober 2020 - Freitag, 13. November 2020
14 Tage / 13 Nächte

 

Teilnehmer: min. max. Dauer: 14 Tage

14.11.2020Samstag, 14. November 2020 - Freitag, 27. November 2020
14 Tage / 13 Nächte

 

auf Anfrage Teilnehmer: min. max. Dauer: 14 Tage

14.11.2020Samstag, 14. November 2020 - Freitag, 27. November 2020
14 Tage / 13 Nächte

 

Teilnehmer: min. max. Dauer: 14 Tage

19.12.2020Samstag, 19. Dezember 2020 - Freitag, 1. Januar 2021
14 Tage / 13 Nächte

 

auf Anfrage Teilnehmer: min. max. Dauer: 14 Tage

19.12.2020Samstag, 19. Dezember 2020 - Freitag, 1. Januar 2021
14 Tage / 13 Nächte

 

Kontakt

Reisebüro Klingsöhr - Kontakt



Wir freuen uns darauf, Sie bei der Planung Ihrer perfekten Reise zu unterstützen.
Damit wir ausreichend Zeit für Sie haben und der/die zu Ihrem Reiseziel passende Berater/in im Haus ist, vereinbaren Sie bitte einen Termin:



Reisebüro Klingsöhr
Oberföhringer Strasse 172
81925 München

Telefon 089/9570001
eMail: info@klingsoehr-reisen.de

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