Reisebüro Klingsöhr München
Frankreich - Kunst, Kultur und Lebenslust an der französischen Riviera

Die Côte d’Azur steht für mediterranes Lebensgefühl, für Genuss, für Glanz und Glamour und vor allem für Kunst. Wohl kaum eine andere Küstenregion der Welt übt seit mehr als zwei Jahrhunderten eine so große Anziehungskraft aus. Ihre Geschichte begann im 18. Jh., als die Briten das milde Klima der „Blauen Küste“ für sich entdeckten. Jahr für Jahr kamen mehr und mehr Familien von der Insel an die Küste, um den rauen Wintermonaten zu Hause zu entfliehen. Im Laufe des 19. Jh. entwickelte sich die Côte d’Azur – mit Nizza als ihrer Hauptstadt - zu einem Schmelztiegel der Hocharistokratie. Für Queen Victoria wurde das „Hotel Regina“ hoch über Nizza errichtet, von wo sie einen herrlichen Ausblick über die Stadt und das weite Meer genießen konnte. Selbst der bayerische König Ludwig I. verweilte gerne in Nizza, wo er im Jahre 1868 verstarb. 1856 kam die Zarenwitwe Alexandra Fjodorowna an die Côte d’Azur - und in ihrem Gefolge weitere russische Aristokratenfamilien. Gute 50 Jahre später ließ Zar Nikolaus II. eine russische Kathedrale in Nizza errichten - die größte außerhalb Russlands. Bis zum ersten Weltkrieg fand der aristokratische Tourismus im Winter statt und Nizza war als die „Winterhauptstadt Europas“ bekannt.

Preis pro Person im Doppelzimmer 2280

Reisenummer 65355

Kunst, Kultur und Lebenslust an der französischen Riviera 

3. bis 8. Mai 2017

In den Goldenen Zwanzigern sollte sich das ändern. Nun begannen die „Côte Années folles“ -  die verrückten Jahre, die die Côte d’Azur zu einem Sommerparadies werden ließen. In der Flut des Sonnenlichts flanierte die französische High Society und Pariser Bohème durch die Straßen von Nizza und trugen Coco Chanel’s Matrosenlook, der gerade en vogue war.

Unzählige amerikanische Stars wie etwa Josephine Baker oder Charlie Chaplin zog es über den großen Teich an die Blaue Küste.  Der Komponist Cole Porter hatte sich mit seiner Frau in Cap d‘Antibes niedergelassen. Ihre Freunde Sara und Gerald Murphy errichteten die „Villa America“, wo nicht nur Hemingway häufiger Gast war, sondern auch Künstler wie Pablo Picasso und Fernand Léger. Gerade Picasso hatte die Schönheit der Côte d’Azur schon Anfang des 20. Jahrhunderts entdeckt und verbrachte hier gerne seinen Sommerurlaub. Mit 27 Jahren reiste er 1908 das erste Mal an die Riviera. Nur fünf Jahre zuvor hatte sich der große Impressionist August Renoir  ganz in der Nähe von Nizza  niedergelassen, wo er seine letzten Lebensjahre verbrachte.

Aber erst nach dem zweiten Weltkrieg hatten es ihm mehrere Künstler gleichgetan und ihren Lebensmittelpunkt an die Französische Rivieria verlagert. Matisse zog es nach Cimiez, das wunderschön über den Dächern von Nizza liegt. Jean Cocteau bevorzugte Menton, wo er sich in einem Haus direkt am  Meer einrichtete. Marc Chagall hatte sich nach Vence zurückgezogen, wo Henri Matisse wenig später seine berühmte Chapelle du Rosaire errichten ließ. George Braque und Joan Miró waren häufige Gäste des Galeristen Aimé Maeght in St-Paul-de-Vence. Ihre einstigen Wohnhäuser und Wirkstätten sind heute einzigartige Museen, die die  Besucher nicht nur mit ihrem authentischen Flair, sondern auch durch ihre malerische Lage in den Bann ziehen.

Lassen Sie sich von der Côte d’Azur verzaubern und erleben sie das Wechselspiel von Tradition, Geschichte, Kunst und kulinarischen Höhepunkten, die der Süden von Frankreich zu bieten hat!

Cote d´Azur

 

Mittwoch, 3. Mai:             Ankunft & Einstimmung

Vormittags: Flug von München nach Nizza. Nach einem Welcome-Drink im Hotel und einer kurzen Erholungspause starten wir mit einer historischen Führung durch die malerische Altstadt von Nizza und flanieren an der Promenade des Anglais entlang, um die einzigartige Geschichte der Hauptstadt an der Blauen Küste zu erleben,  bevor wir  in einem Spezialitätenrestaurant den Tag ausklingen lassen.

 

Donnerstag, 4.Mai:           Nizza – Henri Matisse und Marc Chagall

Am zweiten Tag knüpfen wir an die historische Stadtführung vom Vortag an und wenden uns der Kunst zu.  Vormittags besuchen wir das Matisse-Museum, ein wunderschönes rotgetünchtes Haus, in dem der große Kolorist lebte und arbeitete. Es gibt kaum einen Ort, wo man dem Maler so nahe kommt. Nur einen Steinwurf davon entfernt liegt das Chagall-Museum, das für Kunstbegeisterte ein „Muss“ ist, befindet sich doch hier die weltweit größte Sammlung seiner Werke. Wer möchte, kann diesen Abend genussvoll mit Austern und Champagner abschließen.

 

Freitag, 5. Mai:                  Cap Ferrat: Rothschild-Garten / Èze / Menton: Jean Cocteau

Die Côte d’Azur ist reich an malerischen und außergewöhnlichen Orten, Städtchen und Dörfern, die wir uns nicht entgehen lassen werden. Cap Ferrat wird unser erstes Ziel sein. Bis heute ist die Halbinsel Tummelplatz der Schönen und der Reichen und strotzt nur so vor beeindruckenden Villen. Edith Piaf, Somerset Maugham, Curd Jürgens, Elizabeth Taylor durften hier ein Haus ihr Eigen nennen. Sie alle schätzten die Abgeschiedenheit an der sonst so quirligen Côte d’Azur. Beatrice Ephrussi de Rothschild hatte hier kurz vor dem ersten Weltkrieg mit großem Kennerblick eine Villa für ihre Kunstsammlung errichten lassen, die sie von einem prächtigen Garten umfassen ließ - eine der schönsten Anlagen Frankreichs. Bereits von dort blickt man hinüber zum winzigen Dörfchen Èze, das wie ein Adlerhorst hoch oben auf felsigem Terrain sitzt und einen herrlichen Blick über die Blaue Küste bietet. Friedrich Nietzsche gehörte zu den Bewunderern von Èze und schrieb dort einen Teil seines epochalen Werks „Also sprach Zarathustra“. Wie der Philosoph lassen wir uns durch die engen Gassen treiben, bevor uns der Bus nach Menton bringt, wo der surrealistische Dichter, Maler und Tausendsassa Jean Cocteau sein Domizil bezogen hat. Hier sah man ihn häufig in Begleitung von Picasso, der seine Werke ungemein schätzte. In der Hauptstadt der Zitronen, wie man Menton häufig nennt, errichtete man dem einstigen Dandy Cocteau ein außergewöhnliches Museum direkt am Meer.

 

Samstag, 6. Mai:                Cagnes-sur-mer: Renoir / Vence: Matisse / St. Paul-de-Vence: Fondation Maeght

Am vierten Tag lassen wir Nizza hinter uns und wohnen für zwei Nächte in Juan-les-Pins im Art Deco-Hotel Juana, das zum Belles-Rives-Hotel gehört, dem einstigen Privathaus des Schriftstellers F. Scott Fitzgerald. Unser erster Halt wird Cagnes-sur-Mer sein, wo das rustikale Landhaus von Auguste Renoir liegt. Hierher hatte sich der berühmte Impressionist Anfang des 20. Jh. zurückgezogen. Als „Freilichtatelier“ legte er sich einen traumhaften Garten voll Zitronenbäumen und Agapanthus an, dessen Gestaltung und Pflege er mit seinem guten Freund  Claude Monet besprochen hatte. Ganz in der Nähe von Cagnes-sur-Mer liegt das mittelalterliche Wehrdorf St-Paul-de-Vence, das eine besondere Anziehungskraft auf seine Besucher ausübt. Etwas außerhalb der Ortschaft hatte das Ehepaar Maeght die nach ihnen benannte „Fondation Maeght“ gegründet. Als Galerist und Sammler war Aimé Maeght mit Künstlern wie George Braque, Joan Miro, Alberto Giacometti, Marc Chagall und vielen anderen eng befreundet. In Zusammenarbeit mit ihnen schuf er  einen Ort der Kunst, der seinesgleichen sucht. Nach einem kleinen Lunch im Cafe der Fondation, das von Diego Giacometti (dem Bruder von Alberto Giacometti) entworfen worden ist,  schlendern wir ins Stadtzentrum von St-Paul-de-Vence. Auch das benachbarte Vence lassen wir uns nicht entgehen. Nach einer „spritzigen“ Erfrischungspause besuchen wir die von Henri Matisse entworfene berühmte Dominikaner-Kapelle, über die er selbst sagte, dass sie „die Erfüllung eines ganzen der Arbeit gewidmeten Lebens“ sei“. Am Abend checken wir im Juana-Hotel in Juan-Le-Pins ein, wo wir den Tag mit einem Drink  ausklingen lassen.

Sonntag, 7. Mai:                Antibes und Vallauris: Picasso pur!

Der fünfte Tag unserer Reise steht ganz unter dem Motto „Picasso pur“. Der große Maler kannte die Küste sehr gut, da er seit 1908 immer wieder nach Juan-les-Pins, Antibes oder Cannes kam, um seine Ferien zu verbringen. Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte er schließlich seinen Wohnsitz ganz in den Süden verlagert und wohnte zuerst in Antibes. Die verwinkelte Altstadt wird von der alten Grimaldi-Burg bekrönt. Mit Blick auf das Meer hatte Picasso hier für einige Zeit sein Atelier eingerichtet. Heute befindet sich in dem  alten Gemäuer das weitläufige Picasso-Museum. In Vallauris, nur 20 Fahrminuten entfernt, lebte Picasso mehrere Jahre und schuf als absolutes Highlight die Picasso-Kapelle. Das Trommel-gewölbe der kleinen Kapelle aus dem 12. Jahrhundert ist von seinem „Krieg und Frieden“ überzogen, eine Reaktion auf den Korea-Krieg. Das an die Kapelle angrenzende Chateau präsentiert Picassos Töpferarbeiten, die er über viele Jahre geschaffen hatte.

 

Montag, 8. Mai:                 Ausklang und Rückflug

Am Montag  werden wir nochmals die Stimmung der Côte d’Azur genießen. Wir besuchen das Fernand Léger-Museum und verbinden dies mit einem Besuch des Örtchens Biot, das seit alters her Zentrum der Glasbläserei war. Nach einem Nachmittagskaffee werden wir zum Flughafen fahren, um abends die Heimreise anzutreten.

 

 

Reisepreis pro Person

im Doppelzimmer                            €   2.280,-

Aufpreis Einzelbelegng                  €   430,-

Reiseteilnehmer:  12 - 15

Eingeschlossene Leistungen:

  • Lufthansa-Flug  München – Nizza –  München
  • drei Übernachtungen im Hotel Aston La Scala  (4*) in Nizza
  • zwei Übernachtungen im Hotel Juana (5*) in Juan-les-Pins
  • reichhaltiges Frühstücksbüffet in den Hotels
  • drei Abendessen in ausgewählten Restaurants inkl. Wein/Wasser
  • Welcome Drink
  • sämtliche Eintritte lt. Reiseablauf
  • sämtliche Transfers, Ausflüge und Rundfahrten im bequemen Reisebus
  • deutschsprachige Reiseleitung und Führungen: Marion von Schabrowsky
Veranstalter: Reisebüro Klingsöhr e.K., Oberföhringer Strasse 172, 81925 München

Termine

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Frankreich - Kunst, Kultur und Lebenslust an der französischen Riviera

Die Côte d’Azur steht für mediterranes Lebensgefühl, für Genuss, für Glanz und Glamour und vor allem für Kunst.
Wohl kaum eine andere Küstenregion der Welt übt seit mehr als zwei Jahrhunderten eine so große Anziehungskraft aus.
Ihre Geschichte begann im 18. Jh., als die Briten das milde Klima der „Blauen Küste“ für sich entdeckten. Jahr für Jahr kamen mehr und mehr Familien von der Insel an die Küste, um den rauen Wintermonaten zu Hause zu entfliehen. Im Laufe des 19. Jh. entwickelte sich die Côte d’Azur – mit Nizza als ihrer Hauptstadt - zu einem Schmelztiegel der Hocharistokratie. Für Queen Victoria wurde das „Hotel Regina“ hoch über Nizza errichtet, von wo sie einen herrlichen Ausblick über die Stadt und das weite Meer genießen konnte. Selbst der bayerische König Ludwig I. verweilte gerne in Nizza, wo er im Jahre 1868 verstarb. 1856 kam die Zarenwitwe Alexandra Fjodorowna an die Côte d’Azur - und in ihrem Gefolge weitere russische Aristokratenfamilien. Gute 50 Jahre später ließ Zar Nikolaus II. eine russische Kathedrale in Nizza errichten - die größte außerhalb Russlands. Bis zum ersten Weltkrieg fand der aristokratische Tourismus im Winter statt und Nizza war als die „Winterhauptstadt Europas“ bekannt.

02.05.2018Mittwoch, 2. Mai 2018 - Montag, 7. Mai 2018
6 Tage / 5 Nächte

2280 EUR